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Portugal hat eine Fläche von ca.91720 qkm und eine Einwohnerzahl von 10 Millonen Menschen. Die Bevölkerung setzt sich vor allem aus Iberern und Kelten hervorgegangenem Volksstamm der katholischen Portugiesen zusammen. Die größte Bevölkerungsdichte besteht an der Küste sowie in den Tälern des Nordens, im Innern sinkt die Dichte auf etwa 40 Einwohner pro qkm. |
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Bislang haben wir zwei Mal mit dem Wohnmobil in Portugal Urlaub gemacht, die weite Anfahrt hat uns bislang leider davon abgehalten, das Land öfter zu besuchen. Bei unserem ersten Aufenthalt blieben wir länger auf einem Campingplatz in Viano de Castello. Unseren zweiten Urlaub verbrachten wir problemlos ohne Campingplatzaufenthalt in Portugal. Aufgrund der langen Anreise bietet sich ein Zwischenstop an der französichen Atlantikküste um Biarritz an. Wer etwas Zeit mitbringt, sollte auch an der spanischen Atlantikküste einige Tage verbringen, Städte wie San Sebastian und Santander sind uneingeschränkt sehenswert. Unseren zweiten Portugalurlaub begannen wir in Aveiro und fuhren von dort langsam die Küste herunter bis nach Lissabon.
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Leider begann der Urlaub in Portugal gleich mit einer Schrecksekunde. Während der Fahrt bemerkten wir zum Glück Brandgeruch im Wohnmobil (in Portugal werden auch schon mal Abfälle verbrannt), so dass wir noch rechtzeitig einen Kabelbrand löschen konnten (versicherungstechnisch sehr unangenehm!). Der Urlaub war zwar gerettet, seit dem funktionierte jedoch die Thetford-Kassette nur noch mit Wasserflaschen, da die komplette Aufbauelektrik ausgefallen war.
Neben dem Ausfall der Elektrik vernahmen wir auf dem Rückweg über den ein oder anderen Berganstieg recht komische Geräusche vom Getriebe. Auf den Rat eines holländischen Womo-Fahrers und Kfz.-Mechanikers kontrollierte ich dann in Frankreich das Getriebeöl. Am Peilstab suchte ich es jedoch vergebens, wie durch ein Wunder stellte sich jedoch kein Schaden ein, er hätte uns teuer zu stehen kommen können. |
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Der Kabelbrand zeigte uns die unheimliche Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Portugiesen. Da wir am Straßenrand das Warnblinklicht eingeschaltet hatten, hielten innerhalb kürzester Zeit mehrere Autofahrer und boten ihre Hilfe an. Auch passierte es uns, dass wir am Strand von einem Einheimischen angesprochen wurden, ob wir Wasser bräuchten, wir könnten jederzeit zu seinem Haus kommen und er würde uns seinen Gartenschlauch reichen. So etwas haben wir in all den Jahren kein zweites Mal erlebt. |
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Auf konkrete Stellplatztips in dem Küstenabschnitt
von Aveiro bis Lissabon brauche ich eigentlich nicht eingehen, es war
nirgendwo ein Problem, selbst in unmittelbarer Strandnähe, die ein
oder andere Nacht freistehend zu verbringen. Allerdings sind unserer Erfahrungen
schon einige Jahre her, jedoch dürfte es heute zumindest außerhalb
der absoluten Hauptreisezeit auch noch möglich sein.
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Ein zweiter lohnenswerter Abstecher ist der Besuch des
Nationalpalastes von Sintra. Das Gebiet um Sintra war bereits früh
besiedelt, da es geographisch und klimatisch begünstigt war. Unsere letzte Station war Lissabon, eine Metropole mit unheimlich vielen Sehenswürdigkeiten, zuviel um sie hier eingehend vorzustellen. Leider war der Aufenthalt etwas getrübt durch drückend schwüle Temperaturen von fast 40 Grad. Übernachten konnten wir problemlos am Ufer des Tejo, in unmittelbarer Nähe des Wachturmes Torre de Belém. Der Wachturm, der auch als Staatsgefängnis diente, stand einst weiter vom Ufer weg und diente später als Begrüßungssymbol für die Heimkehrer a la Vasco da Gama, dem aufgrund eines königlichen Gelübtes das Hieronymuskloster gebaut wurde. In dem Kloster befindet sich auch der Sarkophag Vasco da Gamas, der Kreuzgang ist eines der beeindruckensten Bauten Portugals im manuelistischen Stils. In dem Kloster befindet sich auch das Maritime Museum, dessen Besuch wir absolut empfehlen können. Ansonsten laden eine Vielzahl von Museen, Schlössern und Parks zum Verweilen ein, oder auch nur ein Bummel durch die eleganten Einkaufsstraßen der Baixa, der Unterstadt von Lissabon, in der es 1988 stark brannte. |